Wetter in Vietnam



Autor: Tim Kieu

«Die beste Zeit, und das ganze Vietnam zu bereisen und zu bestaunen, sind die Monate März und April.»

Vietnam nimmt in den letzten Jahren kontinuierlich an Beliebtheit als Urlaubsort zu. Neben den besonderen klimatischen Verhältnissen ist auch das ein guter Grund, sich die Zeit für die eigene Vietnamreise gründlich zu überlegen. Je nach Region ist das Klima völlig unterschiedlich. Und auch die Ferien der Einheimischen haben nicht nur einen Einfluss darauf, wie voll es in bestimmten Gebieten ist. Auch die Preise steigen in diesen Wochen merklich an. Wir geben euch alle nötigen Informationen, sowohl über das Klima, als auch über die anderen Umstände vor Ort. So habt ihr die Möglichkeit, eure Ferien in die perfekte Zeit zu legen.

Ein kleiner Überblick
Das Klima in Vietnam ist so besonders, da sich das Land auf der Nord-Süd-Achse lang streckt. Neben den Grenzen an viele verschiedene Staaten Südostasiens ergeben sich dadurch auch sehr unterschiedliche Landschaftsbilder. Die bergige Landschaft im Norden steht den grossen, ebenen Flächen im Süden gegenüber. Das Land unterteilt sich so im allgemeinen in drei eigenständige Klimazonen: Nordvietnam mit der Metropole Hanoi, Zentralvietnam mit der Grossstadt Da Nang, und Südvietnam, bedeutendste Stadt Ho Chi Minh City. Schaut euch die einzelnen Regionen jetzt nochmal im Detail an:


Nordvietnam Trotz der weiten Entfernung zum Äquator herrscht auch im Norden Vietnams grundsätzlich ein tropisches Klima. Dabei ist die Einteilung in die gewohnten vier Jahreszeiten zwar möglich, aber nicht allzu hilfreich. Denn aus klimatischer Sicht sind die Unterschiede zwischen Frühling und Sommer, bzw. Herbst und Winter nicht besonders stark. So reicht meistens eine Trennung zwischen Sommer und Winter aus. Letztere sind in Nordvietnam eher mild und trocken. Nicht zu unterschätzen sind dabei aber die Regionen mit etwas mehr Höhenmetern. Hier kann es richtig kalt werden. Den Tiefpunkt bietet die Trockenzeit, generell in den Monaten Dezember und Januar zu finden. Hier schwanken die Temperaturen zwischen 15 und 22 Grad Celsius, mit Ausnahme der Bergregionen.

Die Regenzeit erstreckt sich von Mai bis Oktober; hier ist es generell sehr heiss und feucht mit Höchsttemperaturen im Juni und Juli. Da wird es häufig über 30 Grad warm. Erschwerend hinzu kommt die hohe Luftfeuchtigkeit. In dieser Zeit ist die Pflanzenwelt zwar am schönsten, aber auch das Taifunrisiko ist am höchsten.
Die beste Reisezeit ist hier sehr grosszügig von Oktober bis April, je nachdem, welches Klima einem eher zusagt.


Zentralvietnam
Diese Region ist gewissermassen der klimatische Schmelztiegel der beiden anderen Gebiete. Vorherrschend sind hier das ganze Jahr über sehr hohe Temperaturen, während es in der Regenzeit besonders heiss wird, und hier auch die Luftfeuchtigkeit noch einmal steigt. Gerade die Monate Oktober und November sind dafür bekannt, dass sie mit besonders vielen Niederschlägen aufwarten. Auch Taifune und Überschwemmungen sind zu der Zeit am wahrscheinlichsten. Vom Januar bis in den August ist es warm und trocken, wobei es speziell ab Mai doch eher heiss werden kann. Die Höchstwerte liegen ab da bei 35 Grad. Ab September sinken sie zwar wieder, aber die bereits erwähnte Regenzeit setzt ebenfalls dort an.

In Zentralvietnam plant man seine Ferien am besten zwischen Februar und Mai. Hier ist es angenehm warm, und vor allem trocken. In den Monaten gibt es durchschnittlich nicht mehr als 6 Tage Regen, die Temperaturen bewegen sich im angenehmen Rahmen von 26 bis 32 Grad Celsius. Generell kann man aber im ganzen Zeitraum von getrost nach Zentralvietnam reisen. Nur von einem Besuch in der Regenzeit sieht man bestenfalls ab.


Südvietnam
Südvietnam unterscheidet sich nicht zu sehr vom Zentrum des Landes. Wichtigster Unterschied ist wohl, dass hier auf das Jahr gesehen weniger Regen fällt. Das Klima ist auch hier tropisch und wechselfeucht, wodurch sich die Unterscheidung in Trocken- und Regenzeit klar vornehmen lässt. Letztere beläuft sich auf die Monate von Juni bis Oktober und es ist generell zu empfehlen, die Region zu dieser Zeit eher zu meiden. Zu dieser Zeit fällt sehr viel Niederschlag, und die Temperatur steht im Tagesdurchschnitt auf 31 Grad. Selbst die Monate davor (Februar bis Mai) sind spürbar anstrengend, mit Temperaturen zwischen 20 und 35 Grad, sowie hoher Feuchtigkeit. Die schönste Zeit hat man im Süden des Landes in den Monaten vom November bis in den Januar. Dann ist es warm und trocken, zwischen 20 und 30 Grad.
Am schönsten ist es in Südvietnam zwischen Dezember und April. Die Temperaturen schwanken nicht gross zwischen 30 und 32 Grad, und die Monate haben extrem wenige Regentage. Am wärmsten ist es im März und im April, der Trockenzeit. Die geringe Luftfeuchtigkeit macht aber sogar die Temperaturen bis zu 34 Grad erträglich.


Die beste Reisezeit für das ganze Land
Die beste Zeit, und das ganze Vietnam zu bereisen und zu bestaunen, sind die Monate März und April. Hier ist das Wetter im ganzen Land allgemein gut, und - besonders wertvoll - trocken; keiner der Teile befindet sich hier in der Regenzeit. So beugt man nicht nur den körperlichen Strapazen, die hohe Luftfeuchtigkeit mit sich bringt, vor, sondern entgeht gleichzeitig auch der typischen Ferienzeit der Einheimischen, die sich immer irgendwann im Januar oder Februar befindet. Ausserdem entgeht man so der Gefahr von eventuellen Taifunen, die in der Regenzeit immer unberechenbar auftauchen können. Dagegen sind März und April die sorgenfreiesten Monate.


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